Richlindis, Oder Rilindis, eine vortreffliche Aebtißin zu Hohenburg im Bischoffthum Eichstadt, sie lebte im 12. Seculo, oder wie einige wollen ums Jahr 1093. war in der Theologie wohl erfahren, verstande die Lateinische Sprache, und machte einen netten lateinischen Vers: Bruschius d. Monaster. Germ. p. 351. und 352. weiset etliche Proben von ihrer Poesie auf. Ihre Gelehrsamkeit und Geschickligkeit recommendirte sie bey dem Räyser Friderico Barbarossa so hoch, daß er sie in das S. Ottilien-Closter nach Elsaß sendete, um selbiges in bessern Stand zu bringen, allwo sie auch in kurtzer Zeit nicht nur die Nonnen reformirete, sondern auch in der Latinitæt und Gottesfurcht mit grossen Ruhm unterrichtete. Vid. Frauenlob in der lobwürdigen Gesellschafft gelehrter Weiber p. 28.