Jesuitissæ, oder Jesuitinnen, War eine gewisse Zunfft Quackerischer und sectirischer Weiber, so A. 1540. in Spanien nach Art der Jesuitarum und Männer-Zunfft so damahls von Pabst Paulo III. sehr geschützet wurden, angeordnet und aufgerichtet ward. Ihre Hecke-Mutter und Stiffterin war die bekannte Elisabetha Rosella, so in kurtzer Zeit einen grossen Anhang und Schwarm solcher Glaubens-Schwestern bekam. Worauf sie A. 1541. nach Rom reisete, in Hoffnung, es würde sie nebst ihren Glaubensschwestern mit den Jesuitern und Männer-Orden gleiches Glück unn Schutz geniessen; welches ihr aber fehl schlug, weil daselbst Ignatius Lojola, der doch ehemahls in Barcellona mit ihr sehr vertraut gelebet hatte, vorgab, daß der Rosellæ Intention seinen Reguln zu wieder wär, weßwegen auch der damahlige Pabst Paulus III. solchen Jesuitinnen keinen freyen Pas verstatten wolte, ob sie gleich indessen heimlich zu Rom und andern Orthen Welschlandes einen Anhang bekam, auch Jungfern Clöster zu bauen anfing, worein sie gewisse Probstinnen und Rectorinnen setzte. Von dar fienge sie in Holland an sich vor zuthun, und zwar noch in grösserer Menge als in Italien, wiewohl sie daselbsten nicht Jesuitinnen, sondern von allzuöftern klopffen des Pater nosters, Paterkloppers oder Queselinnen genennet wurden. Thuan. l. 37. Hist. p. 691. it. Zimmerman. d. Presbyt riss. §. 59. p. 93. Endlich ward diese Rosella als Hecke-Mutter mit ihren schädlichen Kindern A. 1630. durch Pabst Urbanum VIII. gäntzlich verworffen und mit ihren Versammlungen aufgehoben. Vid. Hornbek. Exam. Bull. Papal. contra Jesuitissas p. 35. 36.