Mauvia, Königin der Ismaeliten oder Saracenen, eine behertzte und tapffere Heroin. Sie führte nach ihres Gemahls Tode, weil der Römische Käyser Valens den zuvor aufgerichteten Bund gebrochen, mit den Syriern schwere Kriege, worinnen sie offters victorisiret; machte auch nicht eher Friede, biß Moses Saracenicus, ein Einsiedler, der von den Arrianern excommuniciret war, zum Ertz-Bischoff über seine Nation creiret ward. Nach des Valentis Todte sandte sie denen Römern wider die Gothen Hülffs-Völcker. Vid Socrat. L. IV. Histor. c. 29. Sozom. l. 6. c. 38. & Theodoret. l. 4. c. 23.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1247–1248Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0