Melantho, Eine Tochter des Protei, die im Gebrauch hatte, sich nach hinweggeworffenen Kleidern auf den Rücken eines Delphins zu setzen, und auf ihres Vaters Meer also herum zu vagiren. Weil nun dieses der Neptunus gemercket hatte, verwandelte er sich in einen Delphin, und brachte sie durch seine Schmeicheleyen dahin, daß sie sich auf seinen Rücken setzte, und, nachdem er selbige an das Ufer brachte, sich von ihm schwängern liesse. Aus welchen Beyschlaff der Amycus entsprossen seyn soll.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1256–1257Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0