Metra, Eine Tochter des Erisichtonis aus Thessalien, welche, nachdem sie dem Neptunus zu Willen gelebet, dafür dieses von ihm erhalten, daß sie sich, in was sie nur wolte, verwandeln konte. Daher als sie ihr Vater aus Hungers-Noth verkauffen muste, verwandelte sie sich in einen Fisch, und entzohe sich solcher Dienstbarkeit; Und ob sie gleich zum andernmahl von ihrem Vater wieder verkauffet ward, machte sie sich doch allezeit wieder frey, indem sie bald eines Ochsens, bald eines Hirsches, bald aber eines Vogels Gestalt annahm.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1264–1265Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0