Nehe-Zeug oder Gestecke, Ist ein mit Schildkröt, Sammet, Fisch-Otter-Haut, Chagrin, Frantzösischen Leder, Corduan oder anderer Maaterie überzogenes holes Futteral in allerhand Form, worinnen die zum nehen gehörigen Instrumenta stecken, als da sind: ein Scheerlein, so manchmahl zusammen geleget werden kan, ein silberner Finger-Huth, ein Finger-Futteral, Zänglein zun Nadeln, Nadel-Schächtlein, Trennemesser, Pfriemlein, ein kleines silbernes Creutze, worauf man Zwirn winden kan.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1323–1324Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0