Polnisches Peltzgen, Ist ein dem Frauenzimmer zur Winters Zeit gebräuchlicher Habit und Uberzug, von Sammet, Damast, Estoff, Tuch, Cammelott, halbseidnen auch andern Zeugen, hat einen kurtzen und glatten Leib, lange Schöse, und Ermel, so oben herum etwas weit, unten aber um die Hände herum gantz enge und spitzig zu gehen, auch kleine von Rauchwerck aufgeschlagene Klappen hat, ist durch und durch mit kostbahren als gemeinen Rauchwerck gefüttert, und an denen Rändern um und um mit schmahlen Streifflein von Zobel oder Marter vorgestossen, wird an der Vörder-Taille mmit goldenen, silbernen oder auch seidnen Schleiffen besetzet, und zu oberst am Halse mit einer gold- oder silbernen Schnure, woran insgemein zwey Zier-verarbeitete Quästlein herab hangen, zugeknüpffet. Die vornehmen Dames lassen an ihre Polnische Peltze fliegende Ermel machen, so hinten über dem Rücken hinunter fliegen und hengen, und worein die Armen gar nicht gestecket werden.