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Literatur & SpracheFrauenzimmer-Lexicon 1715

Praschin, Susanna Elisabeth, gebohrne Taborin, Johannis Ludovici Praschii, eines Regenspurgischen Bürgermeisters, so A. 1690. verstarb, gelehrte Wittbe. Sie hat ihre Gelehrsamkeit der Welt durch ein gelehrtes Buch vor Augen geleget, so betittelt wird: Reflexions sur les Romans, par Madame S. E. P. Ratisbon. 1684. so sie dazumahl ihrem Manne dediciret. In welchen Buche sie der Römer ihre altväterischen Fabeln und Mährlein improbiret, und zugleich anführet, wie unglaublich und monstros selbige öffters erdichtet worden. Uberdiß lobet sie des Heliodori, Tatii und Eustathii hinterlassene Bücher, so eben von dieser Materie handeln, it. des Barclaji Argenidem und Bicondi Eromenam. Vid. Act. Erudit. Lips. 1684. p. 433. seqq. Uberdiß war sie in denen Occidentalischen Sprachen sehr wohl versiret, und hat in Historicis ein gutes Judicium blicken lassen. Vid. Henning Witte Tom. 2. Diar. Biograph. ad. Ann. 1682.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1554Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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