Sarrochia, Oder wie sie einige nennen Scarrocchia, Margaretha, eine zwar trefflich gelehrte, aber auch darbey sehr hochmüthige Neapolitanerin, so sich ihrer Gelehrsamkeit wegen, entsetzlich viel einzubilden wuste, weil die gelehrtesten Männer ihr Hauß gleich einer Academie besuchten, ihren Theologischen und Philosophischen Discursen zuhöreten, und ihren accuraten Disputationibus beywohnten, auch sie recht vor ein Oracul hielten. Janus Nicius Erythræus in seiner Pinacotheca I. pag. 259. & seq. machet ein rechtes Wunder aus ihr. Sie gerieth wegen ihres allzu unbändigen Hochmuths und Kaltsinnigkeit gegen die bravesten Leute in Disput, als mit Joh. Baptista Marino, mit der Academia Humoristarum und Octavio Tronsarello. Vincentius Nolfi in seiner Ginipedia oder Unterweisung des Frauenzimmers cap. ult. gedencket dieser Sarrochiæ gar rühmlich. Ubrigens machte sie einen netten heroischen Vers, so wohl in Lateinischer als welscher Sprache, wie solches die artigen Lateinischen Epigrammata, und das schöne welsche Carmen Heroicum vom Leben und Thaten Georgii Castriote oder Scanderbegs Fürstens in Epiro und Albanien, so sie verfertiget, bezeugen. Vid. Morhoff. in Polyh. Histor. P. I. p. 144. & Hoffmann. Lex. Univers. T. I. p. 993.