Sudel-Köchin, Heisset man diejenigen Köchinnen und Mägde, so das Essen nicht allzu reinlich zuzurichten, und alles auf eine unflätige und säuische Art anzugreiffen pflegen. In Leipzig nennet man auch diejenigen Weiber aus Schertz Sudel-Köchin, so zu Meß-Zeiten öffentlich auf der Gassen zu kochen und es denen gemeinen Leuten allda zu verkauffen pflegen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1923Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0