FeedTäntze
Sport & SpielFrauenzimmer-Lexicon 1715

Täntze, Seynd allerhand Arten zierlich und geschickt zu tantzen, in vielerley Schritte oder Pas und allerhand Touren abgetheilt; so das Frauenzimmer in öffentlichen Versammlungen unter Begleitung eines Mannsvolcks sehen läst, und sich darmit zu divertiren pfleget. Seynd entweder Frantzöisch oder Englisch. Die bekannten und dem Frauenzimmer gewöhnlichsten Frantzösischen Täntze seynd nachfolgende: Courant, simple und figuré, Menuet, Passepied auf vielerley Arten, Aimable Vainquer, Charmant Vainqueur, Quastalla, Menuet d’Anjou, Menuet Allide, Le Contretems, Menuet figurè, Menuet en quitre, La Princesse, Boutrèe, Rigoudon, Gauotte, u. d. g. deren fast alle Monathe in Franckreich neue erfunden werden. Die Englischen aber, so mit vielen Personen getantzet werden, seynd der Schieß-Tantz, Leyer-Tantz, Nonnen-Tantz, Jalousie-Tantz, Großvater-Tantz, Winck-Tantz, Licht-Tantz, Hahne-Tantz, Reverentz-Tantz, u. d. g.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1960–1961Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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