Valeria, Des Servii getreues Eheweib, hatte ihren Mann auch nach seinem Tode so lieb und werth, daß sie, als man sie fragte, warum sie nicht wieder heyrathete, zur Antwort drauf versetzte: sie wäre ja noch keine Wittbe, denn ob ihr Mann gleich in anderer Leuten Augen todt wäre, so lebte er doch noch immer in ihrem Hause. Plutarch. Lib. 8. Apophthegm.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2056Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0