Wester-Hemde, Ist ein von zarten Caton, Nestel- oder Cammer-Tuch zusammen-gesetztes kleines Kinder-Hemdlein, mit allerhand Creutzen von zarten und saubern Spitzlein besetzet, und mit einem Uberschlag über das Köpffgen zugleich versehen, worinnen die neugebohrnen Kindlein getauffet werden. Bey denen Römisch-Catholischen werden denen getaufften Glocken auch Wester-Hembden gemacht und umgeschlagen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2119–2120Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0