Amour des chevaux, Liebe der Pferde, Aus welcher auch Vertrauen, Zuversicht und Zuflucht folget. Denn die Pferde haben diese Eigenschafft mit so kräfftiger Wirckung an sich, als ein Thier haben kan, und zwar die Stuten gegen die Fohlen, daß auch die gelten Stuten sehr beflissen seynd, andern Müttern ihre Füllen abwendig zu machen, als wenn sie ihre leibliche Mütter wären, wie vielmehr gegen ihre eigene Jungen. Jtem gegen den Menschen, zu welchen sie iederzeit eine Liebe und grosses Vertrauen haben, absonderlich aber gegen ihre Herren und nebst denselben zu ihren Wärtern etc.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 41Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0