la Vertu des chevaux, Lob und Tugend der Pferde. Das Pferd ist ein mächtig, schön, stoltz, ernstlich und tapfferes Thier, geschwinder und schneller Art, auch trefflicher Stärcke, darzu es von Natur einen wohl erschaffenen schlancken Leib hat, und unter allen vierfüßigen Thieren ist es das alleredelste und allernützlichste. Denn was findet man für ein Thier, das der Mensch zu seiner Nothdurft mehr gebrauchen kan, als die Pferde? Man kan nicht sagen von grossen Kriegen, Schlachten, Pracht, Kurtzweil, Freuden oder dergleichen vollbringen, wo die Pferde nicht seyn: und was für ein Stand oder Thun findet sich, da man sie nicht nothwendig bedarf?
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2267Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0