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Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Boutade, Wird von dem Frantzösischen Worte bouter hergeleitet, welches bey dem gemeinen Manne in Franckreich nur noch gebräuchlich ist, und dafür man itzo mettre, setzen, sagt. Es bedeutet aber eine hurtige Bewegung, einen schleunigen, plötzlichen Einfall, einen Satz, welchen man aus blosser Caprice so hinsetzet, wie der Bauer den Hut auf den Kof; ist eine Art der Fantaisies. Vor diesem nannte man diejenigen Solo auf der Violdigamba also, welche also eingerichtet waren, als wenn sie ex tempore hervor gebracht würden, ohngeacht sie ordentlich zu Papiere gebracht waren. Boutaden waren auch eine gewisse Art jäher und geschwinder Täntze, welche ein berühmter Tantzmeister Bocan zur Zeit Königs Ludwigs des XIII erfunden.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 198Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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