Creux de la voix, Aushölung der Stimme, nennen die Frantzosen, wenn gnugsamer und völliger Athem von unten herauf aus der Brust und Lunge in die Luftröhre geholet und gesammlet worden, sodenn mit wohl- abgemessener Austheilung desselben, durch die Glottidem und deren zarte Spalte, dem Ton seine rechte Gestalt gegeben wird, welchem hernach, wenn er bereits wohl gebildet worden, die Höhle des Mundes, samt dessen gnugsamer Oeffnung, nur einen vortheilhafften Durchgang ersparet. Es kömmt damit eines theils auf die Beschaffenheit und weite Auftreibung der Lufft-Röhre vornehmlich an, nachdem dieses Magazin viel oder wenig Vorrath an Athem in sich fassen kan; andern theils auch auf die geschickte Formirung des Klanges in dem Unter- und Ober-Zünglein, daferne es diesen Werckzeugen an gehörigem Nachdrucke nicht mangelt; und drittens auf die gleichfalls verschiedene Wölbung des Ober-Gaumens, dabey Zähne und Lippen auf alle Weise Raum machen und im geringsten nicht im Wege stehen müssen, weil sie hierbey sonst keine andere Verrichtung haben, als daß sie fein bescheidentlich auf die Seite treten.