Drat-Schlingen, Werden von mittelmäßigen ausgeglüheten eisernen, oder auch von meßingenen, einer gemeinen Stecke-Nadel dicken Drat verfertiget, und an dessen einem Ende eine kleine Schleiffe gemacht, wordurch das andere Ende gestecket, und an einer Hecke, Zaun, Baum oder Gebüsche, wo man einen Haasen, Fuchsen oder ander Thier durchgekrochen zu seyn spüret, vorgestellet und befestiget wird, daß also, wenn ein solches Thier, das den Wechsel hindurch hat, die Schlinge paßiren will, sogleich der Drat sich zusammen ziehet, und solcher Gestalt das Thier gefangen hält. Ehe man die Drat-Schlingen stellet, muß man vorhero die Hände waschen, und dieselben sowol, als die Schlingen mit Gras, Laub oder Erde reiben; wenn man aber zu stellen aufhöret, hänget man diese Drat-Schlingen in ein rein leinenes Säcklein an die Lufft. Einige löschen den glüenden Drat in einer Füchsin oder Häsin Blasen-Urin ab, worzu sie hernach dieselben Schlingen brauchen wollen, desselben Thieres Losung werffen sie hin oder schmieren solche zur Witterung daran.