Equites Christianæ militiæ, Die Ritter Christianæ Militiæ, unter dem Titel B. Virginis Mariæ & S. Michaelis, sind von Carolo Gonzaga, Hertzogen von Nevers, und Michaele Adolpho, Grafen von Althan, Kayserlichem General-Feld-Marschall und Commandanten in Gran, zu Olmütz in Mähren aufgerichtet, die Vollziehung zu Wien den 8 Mertz, 1619 verrichtet, und viele Catholische Fürsten, Grafen und Herren darein aufgenommen worden. Es hat sich auch etliche Tage hernach der Hertzog von Mantua, Ferdinand, selbst hinein begeben. Der Endzweck dieser Ritter war, Frieden zwischen Christlichen Potentaten zu stifften, und die Christen, so von den Ungläubigen unterdruckt oder gefangen gehalten wurden, wiederum zu erlösen. Die Mit-Glieder solten aus Rittern von Adelichem Herkommen, und aus Geistlichen bestehen. Die Ordens-Creutze, so die Ritter tragen musten, waren zweyerley. Eines gantz golden, auf dessen einer Seiten der Jungfrauen Mariä mit dem Kindlein Jesu auf den Armen; auf der andern aber St. Michaelis Bildniß stunde. Dieses Creutz solte an einem von blauer Seide und Gold gemachten Bande am Halse getragen werden. Das andere Creutz solte von blauer Seide und Gold gesticket, und in dessen Mitten ein Marien-Bild seyn, mit goldenen Flammen und zwölff Sternen um das Haupt, auch das Kindlein Jesu auf der lincken, und einen Scepter in der rechten Hand, wie auch einen halben Mond unter den Füssen habende. Aus denen vier Ecken des Creutzes solte aus iedem eine güldene Flamme herfür gehen, und solches auf der lincken Seite des Mantels geführet werden. Dieser Orden ist Anno 1624 vom Pabst Urbano VIII confirmiret worden, und war er nach dem Fuß des Maltheser-Ordens eingerichtet. Weil aber den Rittern nicht gnugsame Einkünffte kunten herbey geschaffet werden, so gieng dieses Vorhaben wiederum ein.