FeedFourage
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Fourage, Fütterung der Pferde, ist unterschiedlich, an etlichen Orten füttert man solche mit Haber und Heu, an etlichen mit Rocken, Gersten, Spelt, Weitzen, Erbsen, Bohnen, Hirfe und gelben Rüben, an ausländischen Oertern mit Johannis-Brot, gedörrten Fischen, Mandeln, Datteln, Weinbeeren, Rosinen, Feigen, Saffran, Zimmet, Balsam und dergleichen köstlichen Gewürtz mit dem besten Wein vermischt. Hundingius der XVIII König in Schweden liesse seine Leib-Pferde auch mit dem köstlichsten Gewürtz füttern, und mit Meth träncken, war auch vor seine Person selbst ein solcher Liebhaber davon, daß er sich in eine grosse Wanne voll Meth stürtzte, daß er darinnen ersoff, in der Meinung eines gantz süssen Todes zu sterben.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 830Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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