Franckreich, Gallia, Francia, la France, Königreich in Europa, welches gegen Norden an die Niederlande und das Britannische Meer, gegen Westen an das Atlantische Meer, gegen Süden an das Pyrenäische Gebirge, wodurch es von Spanien abgesondert wird, und an das Mittelländische Meer, gegen Osten aber an Savoyen, die Schweitz und Deutschland grentzet. Man zehlet von Westen gegen Osten 300, und von Süden gegen Norden 200 Meilen, iede zu 1 Stunde gerechnet. Die Lufft ist temperirt, und dieses Volckreiche Königreich ist fruchtbar an Getreide, Hülsen-Früchten, Hanff, Wein, Oel, Obst, Weide, Vieh und Wildpret, iedoch fehlet es ihm an Pferden zum Kriege, und am Holtz zum Schiffbau. Ein mehrers sehe man im Zeitungs-Lexico. Der König in Franckreich führet im Wappen zwey zusammen gefügte Schilde, im ersten erscheinen drey güldene Lilien im blauen Felde, wegen des Königreichs Franckreich: und im andern eine güldene Kette, creutzweise geschlungen, und in der Mitte mit einem Schmaragde versetzt im rothen Felde, wegen Navarra. Dieses Wappen ist mit den Ordens-Zeichen des heil. Geistes und St. Michaelis umgeben, und hat oben einen gantz offenen güldenen Helm, mit der Frantzösischen Lilien-Krone. Die Wappenhalter sind zwey Engel in Wappen-Röcken, und mit Fähnlein in der Hand, und sind sowol die Röcke als die Fahnen mit dem Wappen von Franckreich und Navarra gezieret. Dieses gantze Schild stehet unter einem blauen und mit Lilien bestreueten Baldachin, inwendig mit Hermelin gefüttert, und oben mit güldenen Strahlen gezieret. Oben auf stehet wiederum die Königliche Krone und das heilige Fähnlein mit den Losungs-Worten: Mon joye Saint Denys. Der Dauphin führt ein qvadrirtes Wappen, darinnen die drey Frantzösischen Lilien, und ein blauer gekrümmter Delphin mit rothen Ohren und Floß-Federn im güldenen Felde, wegen des Delphinats erscheinen. Oben ist er mit der Frantzösischen Lilien-Krone bedecket.