Ost-Frießland, Sonsten auch die Grafschafft Embden genannt, ein Fürstenthum in dem Westphälischen Kreise, welches gegen Norden an das Deutsche Meer, gegen Osten an die Grafschafft Oldenburg, gegen Süden an das Stifft Münster, gegen Westen an den Dollert grentzet, welcher es von der Herrschafft Gröningen absondert. Es ist ein fruchtbares Land, absonderlich in der Vieh- und Pferd-Zucht, und gehöret dem Fürsten von Ost-Frießland, zwischen welchem und seinen Unterthanen gefährliche Streitigkeiten entstanden, welche in Güte beyzulegen, die verordnete hohe Kayserliche Commißion bisher bemühet gewesen. Der Fürst von Ost-Frießland führet im Wappen einen güldenen Adler mit einem Jungfrauen-Kopffe, und 4 güldenen Sternen umgeben, im schwartzen Felde wegen Ost-Frießland; einen güldenen Adler mit einer Krone auf beyden Flügeln im rothen Felde, wegen der Grafschaft Rietberg; einen rothen Balcken mit güldenen und silbernen Rauten im silbernen Felde, und oben mit 2, unten aber mit einem blauen Monde besetzt, wegen der Herrschafft Mannschlacht; einen silbernen Löwen mit einer Krone um den Hals, wegen Jevern; einen schwartzen Bär mit einem güldenen Halsbande im güldenen Felde, wegen der Herrschafft Esens; und endlich zwey creutzweise gelegte Fähnlein im blauen Felde wegen der Herrschaft Wittmund. Dieses Wappen führet drey gecrönte Helme, der eine ist der Ost-Frießländische, und präsentiret zwey schwartze Federn mit einer güldenen Lilie in der Mitte; der andere als der Rietbergische hat einen güldenen halben Adler, zwischen zwey rothen Flügeln, und der dritte eine blaue Lilie mit zwey güldenen Fähnlein besetzet.