Hang-Riemen, s. Chapelet. Hannissement, Heist das Wiehern oder die lachende Stimme der Pferde, welche in der Jugend von den Hengsten klein und klar lautet, bis zur Zeit, da sie Bescheller werden, alsdenn wird sie rauh, groß- und starcklautend. Sonsten ist das Wiehern der Pferde bey den Alten in grossem Æstim und Werth gehalten worden, daß auch Darius durch dergleichen Pferd-Schrey ist zu einem König von Persien erwehlet worden: den Soldaten aber ist das Schreyen der Pferde unangenehm, sonderlich, wenn sie auf Parteyen gerne wollen vom Feinde verborgen seyn; dergleichen Pferden bindet man einen Schwamm aufs Mundstück, oder bindet die Zunge an das Mundstück fest, so kan es nicht wiehern. V. Pferd-Anatom. 2 Tom. pag. 1139.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 998–999Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0