Hefftel, Jst ein starcker unten zugespitzter Pflock, woran man die Leinen der Tücher und Netze, wenn sie gestellet werden, anbindet und befestiget. Man hat deren zweyerley: Die grossen Hefftel, welche zu denen Ober- und Unter-Leinen gehören, müssen nebst denen dazu benöthigten Schlägeln, von festen weißbichenen Holtze gemachet, auch eben mit eisernen Ringen beschlagen seyn. Die Hefftel zu denen Wind-Leinen sind mäßiger Stärcke, und müssen ebenfalls von hirtem buchenen Holtze zu trockerer Zeit gehauen werden.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1040–1041Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0