Langage d’ un cheval, Die Sprache oder Geschrey des Pferdes ist eine besondere Eigenschafft, welche Gott selber dem Pferde zuschreibet, da er spricht: Kanst du dem Roß seinen Hals zieren mit seinem Geschrey? womit Gott die Lieblichkeit seiner Stimme oder Sprache beschreiben will. Wie hoch solche vor Alters bey vielerley Völckern geachtet worden, ist nicht gnug zu bewundern, indem sie denselben die Erwehlung und Publication ihrer Monarchen und Könige anvertrauet, wie die Historien zur Gnüge bezeugen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1276Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0