Lasciveté excessive des chevaux entiers, Uibermäßige, hefftige Geilheit der gantzen Pferde, diese ist nun sehr schädlich, (daferne dergleichen Hengste nicht sollen zur Generation gebraucht werden), daß ihnen solche Geile öffters in die Schenckel schlägt, daß sie wie rähe, und zu menschlichem Gebrauch undienlich sind. Uiber diß steigt die Geilheit auch gerne über sich in den Kopf, daß einige blind, andere Kollerer, ja gar Hirnwütig werden. Dergleichen Pferden giebt man wöchentlich 2 mal zwey gute Messerspitzen gestossenen Kampfer, oder auch Bley-Asche unter das Futter, welches ihnen die allzugrosse übermäßige Geilheit benimmt.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1281Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0