Pensée d’ un Chevalier, Die Gedancken, Einfall, Nachsinnen. An einem Ritter wird erfodert 1) ein unverrückter beständiger Verstand und Nachsinnen aller natürlichen Wirckungen und derselben eigentliche Ursachen; 2) ein scharffes gerechtes geschwindes Judicium, vermittelst dessen in einer gar kurtzen Zeit in der Reuterey mehr als in langer Zeit durch die sinnlose Uibung zu fassen, aus welchem nothwendig ein eigenes, fleißiges, inständiges Nachsinnen entstehet, welches einem vielerley Geheimnisse von sich selbst entdecket. Wodurch die Lust ie länger ie grösser wird, und deren Versicherung vermehret.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1740Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0