Leim-Baum, Jst ein hochstämmiger Baum, welcher nicht unbillig für eine Art des Jlmen-Baums gehalten wird, indem er sowol am Holtz als an dem Laube eine grosse Aehnlichkeit mit demselben hat; doch findet sich der Unterscheid, daß dieser Leim-Baum viel zärter und kleinjähriger ist, als jener, und daher das Holtz zu der besten Arbeit von den Geigen- und Jnstrumentmachern gebraucht wird. Es hat eine sehr annehmliche Farbe, wenn man es gearbeitet, und kommt es sonderlich wohl in Auslegung des Täfelwercks heraus, weswegen es auch die Tischer gerne verarbeiten.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1303–1304Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0