Leiningen, Grafschafft in Westerreich, zwischen der Unter-Pfaltz, wie auch den Bischoffthümern Speyer und Worms, welche ihre absonderliche Reichs-Grafen hat. Es sind aber zweyerley Gräfliche Geschlechter, deren das eine sich von Dachsburg und das andere von Westerburg schreibet. Jenes hat sich in die Hartenburgische und Dachsburgische, dieses aber in die Leiningische und Westerburgische Linie getheilet. Die Dachsburgische Linie hat die Aeste Heidesheim und Dachsburg, von welcher Güntersblum wieder absprosset. Von der Leiningischen Linie stammeten die 2 abgestorbenen Aeste Grünstadt und Oberbrunn ab. Das Stammhaus und die Stadt Leiningen wird in Alt- und Neu-Leiningen getheilet. Diese Grafen sind der Lutherischen Religion zugethan. Die Grafen von Leiningen-Dachsburg führen in ihrem Wappen 3 silberne Adler im blauen Felde, nebst einem darüber stehenden Turnier-Kragen, als das Leiningische Stamm-Wappen, einen schwartzen mit 8 Lilien-Stäben überzogenen Löwen, wegen Dachsburg; und im Mittel-Schilde ein silbern Creutz im rothen Felde, wegen der Herrschafft Aspermont. Die Grafen von Leiningen-Westerburg führen nebst dem Leiningischen Stamm-Wappen ein goldenes Creutz im rothen Felde, dessen iede Ecke mit 5 güldenen Creutzlein ausgefüllet ist, wegen der Herrschafft Westerburg; und auf dem Mittel-Schilde ein blaues Creutz im güldenen Felde. Diese Wappen haben 3 Helme, der erste zeiget einen grünen Baum mit silbernen Blumen, wegen Leiningen; der andere hat 3 schwartze mit silbernen Hertzen bestreuete Flügel wegen Dachsburg; und der dritte ist gecrönt, hat ein sechseckigtes mit Pfauen-Federn geziertes Schirmbret, wegen Aspermont: An dessen Stelle führen die Westerburgischen einen Pfauen-Schwantz.