Lichanos, Ward bey den alten Griechen die dritte Saite in den beyden untersten Tetrachordis, weil sie mit dem Zeige-Finger der lincken Hand gegriffen ward, und weil der Klang dieser Saiten der Anzeiger war, ob das Genus molle oder intensum sey; denn ie weiter derselbe Klang von der vierten Saite ihrem war, ie weicher war das Genus modulandi, ie näher er aber demselben kam, desto schärffer und härter war das Genus. Die Lichanos Hypaton kommt mit unserm itzigen d auf dem Clavier überein; Lichanos meson aber mit dem g.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1341Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0