FeedLichtenstein
GeschichteRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Lichtenstein, Die Fürsten von Lichtenstein, welche 1723 zum wircklichen Besitz Sessionis & Voti in dem Fürstlichen Collegio zu Regenspurg gelanget, führen ihren Ursprung aus dem Jtalienischen Hause Este her, und hattten sich in die Carolinische und Gundackarische Linie abgetheilet, davon aber die erstere in männlichen Erben mit dem reichen Fürsten Joh. Adam Andrea, erloschen. s. Zeitungs-Lexicon. Sie führen im Wappen den Schlesischen schwartzen Adler mit dem silbernen Mond auf der Brust im güldenen Felde; den Sächsischen Rauten-Krantz in einem achtmal gelb- und schwartzgestreifften Felde; ein von Silber und roth in die Länge gespaltenes Feld wegen Troppau: einen gecrönten schwartzen Adler mit einem Jungfer-Angesichte im güldenen Felde wegen Schellenberg; ein Jäger-Horn im blauen Felde wegen Jägerndorff; und einen gelb und rothen in die qver getheilten Mittel-Schild, als das Lichtensteinische Stamm-Wappen. Diesen gantzen Schild bedecket ein Fürsten-Hut. Von diesen Fürsten ist das Gräfliche Geschlecht von Lichtenstein in Tyrol unterschieden, welches sich Freyherren von Castelcorna nennet; von welchen, wie auch von den Freyherrlichen und Adelichen Geschlechtern von Lichtenstein das Adels-Lexicon nachgesehen werden kan.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1341–1342Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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