l’ Odeur du cheval, Der Geruch. Von dem subtilen Geruch der Pferde zeuget Gott selber, daß sie den Streit von ferne riechen. Aus solchem subtilen Geruch der Pferde kommt dieser Nutzen, daß sie, (ehe als der Mensch) eine obhabende Gefahr erkennen, und dieselbe durch Geberden, Brausen, Schnauffen und andere Zeichen können zu verstehen geben. Herentgegen kan dasselbe auch in andere Wege schädlich seyn, wenn sie sich vor den gefährlichen Orten scheuen, entsetzen, und nicht gerne dahin wollen, daß sie dasselbe von ferne riechen, und viel eher vernehmen, als sie dessen ansichtig werden.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1636Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0