Trautsohn von Falckenstein, Von dem Ursprunge des Nahmens Trautsohn erzehlet man, daß Peter von Matray als Edel-Knabe bey seinem Landes-Herrn in grossen Gnaden gestanden, und den Zunahmen Trautsohn erhalten, welcher seinen Nachkommen erblich verblieben. Die eine Linie hat 1711 den Reichs-Fürsten-Stand erhalten, so daß der erstgebohrne die Fürstliche, die andern aber die Gräfliche Würde besitzen sollen. Dieses Fürstliche Haus führet in einem blauen Mittel-Schilde ein silbernes Huf-Eisen, als das Stamm-Wappen. Jm ersten Qvartier den schwartzen Reichs-Adler mit dem Buchstab R auf der Brust, als ein Gnaden-Geschenck von Kayser Rudolpho, der dieses Geschlecht in Grafen-Stand erhoben; im andern Qvartier eine silberne Binde im rothen Felde, und über selbige einen Falcken auf der Spitze eines dreyfach grünen Hügels, wegen der Grafschaft Falckenstein; im dritten Qvartier einen schwartzen Hahn, im silbernen Felde, mit einem Fusse auf der Spitze eines schwartzen dreyfachen Hügels stehend, wegen der Herrschafft Sprechenstein; im vierten Qvartier einen halben schwartzen Steinbock mit rothen Feuer-Flammen im güldenen Felde, wegen der Herrschafft Schrofenstein. Auf diesem Wappen stehen fünf gekrönte Helme, und zu ieder Seiten einer. Der mittelste trägt den schwartzen Reichs-Adler, als das Kayserliche Gnaden-Geschencke; der zur Rechten ist der schwartze Hahn auf dem dreyfachen schwartzen Hügel, wegen Sprechenstein; der zur Lincken ist der Falckensteinische Falcke auf dem dreyfachen grünen Hügel; der äusserste zur rechten Seite ist ein schwartz Küssen mit einem Büschel schwartzer Strauß-Federn an einem silbernen Stengel, als der Trautsohnische Geschlechts-Helm; der äusserste zur lincken Seite ist der Schrofensteinische halbe Steinbock mit rothen Feuer-Flammen.