Prejuge d’un Poulain, Vorurtheil eines Fohlens, das bestehet darinnen, wenn man gerne wissen möchte, was doch aus einem jungen Fohlen mit der Zeit werden möchte. Dabey muß man folgende Umstände in Acht nehmen; 1) wenn ein Fohlen auf der Weide gleich frisch kühn und muthig ist; 2) sich nicht fürchtet, wenn es etwas vor sich siehet; 3) nicht erschrickt, wenn es ein Getös, Schuß oder Knall höret; 4) gerne schertzet, springet und tobet; 5) mit den andern Fohlen immer kämpffet, absonderlich die es an Alter übertreffen; 6) ringfertig über die Gräben springet; 7) frisch über die Brücken gehet, wie auch durchs Wasser das vorderste mit ist, und nicht zurück bleibet; 8) wenn es im Trincken den Kopff nicht sehr tieff ins Wasser stecket etc. Dieses sind alles wahrhaffte Marqven eines künfftigen edelmüthigen und hertzhafften Pferdes.