Sentir un cheval sur les hanches, Das ist ein Pferd auf den Hancken spüren, daß es solche wohl neige und biege, welcher Vortheil dem Pferde in allen wohl zu statten kommt. Darzu gehören folgende Hülffen: 1) verhält man es mit beyden Nase-Band-Zügeln, 2) druckt beyde Waden oder Talons gleich an, 3) trifft der zu Fusse das Pferd mit der Spießruthe auf die Groppa, und läst es vorn erheben, entweder an einer Calade, oder an einer Wand, wo es nicht ausweichen kan, dann muß es sich ohnfehlbar auf die Hancken setzen, daß es der Reuter mercket und spüret.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2115Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0