FeedSintzendorff
GeschichteRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Sintzendorff, Grafen von Sintzendorff, unter welchen der älteste des Heil. Römischen Reichs Erb-Schatzmeister ist, und hiernächst das Erb-Schildträger-Erb-Kampff-Richter, und Erb-Schencken-Amt in Oesterreich ob der Ens besitzet. Dieses Geschlecht muß mit den Grafen von Zintzendorff nicht confundiret werden. Sie theilen sich in die Ernstbrunnische oder Feuereccische, und Friedauische oder Neuburgische Linie. Diese Grafen haben in einem getheilten Mittel-Schilde oben die Kayserliche güldene Krone im rothen Felde, wegen der Erb-Schatzmeister-Würde im Römischen Reiche; unten aber drey silberne längliche Schach-Felder, das eine im blauen, die andern beyde aber im rothen Felde als das Sintzendorffische Geschlechts-Wappen; hernach ein von Gold und roth gestreifftes Feld, wegen der Burggrafschafft Rheineck; ein getheiltes Feld, darinne oben ein schwartzer Adler im silbernen Felde, unten aber eine silberne Goldgecrönte Gans in einer güldenen Krone sitzend, im rothen Felde, dessen unterste Helfte 8 mal von Silber und roth gestreifft ist, wegen der Corbau-Lapitzischen Verwandschafft. Auf diesem Schilde stehen 5 offene gecrönte Helme, gusser dem mittelsten. Der erste hat auf einem rothen Küssen die Kayserliche Krone; der andere trägt einen güldenen Pocal zwischen zwey roth und blau getheilten Büffels-Hörnern; der dritte hat eine sitzende Gans mit Gold gekrönt; der vierte zeiget einen schwartzen und gekrönten Adler; und der fünfte hat 2 roth und silberne qvadrirte Flügel.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2126–2127Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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