Strahl, Tendon, Heist bey den Hufschmieden der mittlere Strich in des Pferdes Huf. Denn der Theil, so weicher und höher ist, als das Jnwendige des Fusses, und zwischen dem Huf-Eisen soll mittelmäßig seyn, weder zu fett noch zu mager; denn ist er zu fett, so raget er über das Huf-Eisen, woran das Pferd auf steinigtem Grunde hincket; ist er zu mager, daß er schwindet, so schwüret er auch gemeiniglich dabey, kommet her von überflüßiger Feuchtigkeit, von nassen Ställen und Weide.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2161Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0