Theorbe, Tiorba, Tuorbe, Jst wie eine grosse Baß-Laute, doch daß sie mehr, nemlich 14 oder 16 Chor Saiten, und über den rechten Hals, darauf sonsten die Bände liegen, welches an den Lauten der Griff genennet wird, noch einen andern längern Hals hat. Jst allein dahin gerichtet, dieweil wegen der Grösse und wegen des weiten Greiffens keine Coloraturen oder Diminutiones darauf gemachet werden können, sondern nur schlechthin begriffen werden muß, daß ein Discant oder Tenor, viva voce, gleichwie zu der Viol di Bastarda darein gesungen werde. Kan auch sonsten neben dem Baß von andern Jnstrumenten gebrauchet werden. Es sind der Theorben zweyerley, die eine mit Geigen-Saiten, die andere mit stählernen und meßingenen Saiten.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2209Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0