Geigen, Sind unterschiedlicher Arten, als Bochetgen oder Sack-Geiglein, davon einige wie ein Messer formiret, und nur drey, andere vier Saiten haben, und sehr beqvem in den Schub-Sack gestecket werden können. Einfache oder Bretleins-Geigen für die Lehrlinge, Qvart-Geiglein, welche kleiner sind als die Violinen, und weit höher als selbige gespannet werden können. Gemeine Violinen und Discant-Geigen, Violen, oder so genannte Alt- und Tenor-Geigen. Hieher gehöret die Viola d’ Amour, welche ihrer Lieblichkeit wegen solchen Nahmen führet, und aus sechs von meßingenem Drat gemachten Saiten bestehet. Die Viola di gamba, welche, weil man sie mit den Beinen zwischen den Waden fasset, und nicht wie die andern kleinen Geigen an die Brust oder den Hals setzet, also benennet wird. Kleine Bassetgen und grosse vollkommene Baßgeigen. Es verfertigen auch die Geigenmacher neben den ordentlichen Lauten Mandors, Angeliquen, Theorben, Cithern und Cithringen, welche letztere nicht nach Art der Lauten an dem Boden gewölbt, sondern platt und eben, mit stählernen und messingenen Saiten bezogen, und vornen, wo man mit der Hand zu spielen pfleget, um einen wohlklingenden Trillo zu machen, etwas offen sind. Sie machen auch einfache und gedoppelte Harffen, samt einer kleinen Art derselben, welche man auf einen Tisch stellen, und nach Belieben darauf spielen kan. Kurtz zu sagen, sie verfertigen allerley Saiten-Syiel, welche mit dem Bogen gestrichen, oder aber mit den Fingern geschnellet und angeschlagen werden. Alle diese musicalischen Jnstrumente wissen sie mit sehr gutem Vortheil. zu machen, daß sie einen guten Resonantz, und lieblichen Klang von sich geben; sehr schön mit Firniß zu überziehen, auch öffters mit fremdem Holtz und Elffenbein sehr künstlich und zierlich ein zulegen.