Tränck-Herd, Tränck-Tenne, Art eines Vogel-Herds, welcher dergestalt zugerichtet wird. Man macht in einem Walde über einer Gruben, so stets Wasser hat, eine Wand zurecht, daß sie, wenn man sie richten und rücken will, eiligst über die Grube falle. Die übrigen Bächlein und Wässerlein in dem Walde bedeckt man mit Sträuchern, damit die Vögel sich zur Tränck-Wand gewöhnen, und daselbst trincken.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2224Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0