Vivacité d’ un cheval, Die Lebhaftigkeit eines Pferds wird erkannt an den hitzigen Bezeugungen, als: Strampflen mit den Füssen, Scharren mit den Schenckeln, Bewegung der Ohren, Verdrehung der Augen, daß man das Weisse siehet, Auf blasen der Nasenlöcher, so inwendig feurig und roth, Brausen, Wiehern und dergleichen Begierden mehr. Wie es aber ein Kunst-Stück ist, sich solcher Pferde durch die behörige Zäumung zu versichern, daß sie iederzeit ohne Gefahr und Schaden können gebraucht werden: So ist es eben so schwer, denen lebhaften Pferden solche, ausser der Zaum-Kunst, zu benehmen, man wolte sie dann mit Fleiß also tractiren, daß ihnen die Hitze mit allen ihren lebhaften Geistern auf einmal benommen würde, welches des Pferdes Ruin seyn würde.