Wasser-Hund, Barbet, Bey der Jägerey ein Hund, welcher abgerichtet, Enten und was sonst auf dem Wasser geschossen wird, heraus zu holen. Es ist eine besondere Art, die von Natur ins Wasser gehet, denn mit den andern ist es vergeblich zu versuchen. Dieselbe ist zweyerley: die rauhen, zottelichten Pudelhunde, und die glatten Dänischen, so mehrentheils braun oder Otterfarbe. Die ersten werden, wenn sie starck mit Wolle beladen, eher müde, als die letzten. Einen Hund abzurichten, muß man ihm vor allen Gehorsam lehren, daß er der Stimme gehorche, und sich hinter den Mann halte. Wenn sie auf dem Lande ein Stück Holtz (nicht einen Stein, denn sie daran die Zähne verderben) wieder holen gelernet, führt man ihn auch ins Wasser und anfänglich lieber in ein stehendes als fliessendes. Wenn er auch hier fertig worden, nimmt man einen alten abgerichteten Hund darzu, läst eine zahme Ente schwimmen, und wenn sie geschossen, zum erstenmal den jüngern allein darnach gehen, wenn er sie gebracht, thut man ihm schön, wirft die Ente wieder hin, und wiederholet es zum andern und drittenmal. Die Dänischen sind wegen ihrer Treue und Hurtigkeit sonderlich beliebt.