Würtemberg, Dieses Hochfürstliche Haus theilete sich noch vor weniger Zeit in drey Haupt-Linien, nemlich die Stutgardische, von welcher der Ast zu Neustadt abstammet, die Mümpelgardische, so 1723 abgestorben, und die Julianische ab. Die letztere hatte sich wieder in die Oelsische und Weiltingische Linien abgetheilet, davon die letztere 1705 erloschen; die Oelsische begreifft die Neben-Aeste Oels, Bernstadt und Juliusburg, welcher letztere gleichfalls abgegangen. Jn ihrem Wappen haben die Hertzoge von Würtemberg 3 schwartze Hirsch-Hörner über einander im güldenen Felde, welches eigentlich das alte Urachische Wappen, indem die Grafen von Urach des Hertzogthums Schwaben und des Römischen Reichs Jägermeister gewesen, und die Herren von Würtemberg solche Grafschaft im XIII Seculo kurtz vor dem Interregno an sich gebracht; ein Feld voll schwartz und güldener Rauten, wegen Teck; eine güldene Fahne mit dem schwartzen Reichs-Adler im blauen Felde, wegen der Pannier-Würde im Heil. Römischen Reich; zwey güldene mit dem Rücken zusammen gekehrte Fische im rothen Felde, wegen Mümpelgard; einen Manns-Kopf mit rother Mütze im güldenen Felde, wegen Heidenheim. Die Hertzoge von der Schlesisch-Oelsnischen Linie führen in ihrem Mittel-Schilde den schwartzen Schlesischen Adler im güldenen Felde. Dieses Wappen bedecken fünff offene Helme. Der Urachische ist gekrönt, und hat ein rothes Jäger-Horn, aus dessen Mund-Stück einige weisse, rothe und blaue Federn herfür gehen. Der Teckische hat einen Hunds-Kopf mit güldenen und schwartzen Rauten bezeichnet; und der Mümpelgardische ist gekrönt, und zeiget eine halbe und roth gekleidete Jungfer, welche gekrönt ist, und an stat der Arme zwey güldene Fische hat. Der wegen des Reichs-Pannier-Amts trägt einen schwartzen Adler; und der Heidenheimische einen Manns-Kopf mit rother Mütze. Die Helmendecken sind gülden und schwartz.