Heijn (Pieter Pieterse), nempebne holländ. Seeheld, geb. 1577 zu Delftshaven bei Rotterdam, aus niederm Stande, schwang sich durch seine 7 keit und seemännische Tüchtigkeit bis zum Admiral von Holland empor. H. war in seiner Jugend zweimal von den Spaniern zum Gefangenen gemacht, auf die Galeeren geschmiedet und dabei so grausam behandelt, daß fortan sein ganzer Lebenszweck darauf hinausging, sich dahne zu rächen. Er begann seine seemännische Laufbahn auf den Schiffen der Holländischen Westindischen Kompagnie. Schon 1624 fungierte H. als Vizeadmiral in der Flotte des Admirals Willekens, der San-Salvador in Brasilien eroberte, was er hauptsächlich der verwegenen Tapferkeit H.s verdankte. In Anerkennung dieser That gab ihm die Kompagnie 1626 den Oberbefehl über neun Ilh und fünf Jachten, mit denen er nach der Allerheiligen-Bai segelte, dort die span. Flotte nach einem blutigen Kampfe f chlug, in dem er 51. verwundet wurde und 22 feindliche Schiffe nahm. Zwei Jahre später ging er als Befehlshaber einer Flotte von 31 Schiffen nach Westindien, um vor Havana zu kreuzen. Sturm und Strömung trieben ihn in die Bai von Matanzas, und hier überraschte er die span. Silberflotte, welche sich fas widerstandslos ergab und H. eine Beute von 12 Mill. Gulden Wert in die Hände lieferte. Um diese Zeit wurde es für nötig erachtet, die staatliche Kriegsflotte, welche sowohl an Zahl wie Beschaffenheit nicht mehr im Stande war, den niederländ. Seehandel gegen die span. Kaper aus Dünkirchen zu schirmen, zu regenerieren, und der Statt-Verso Friedrich Heinrich berief H. als die geeignetste Persönlichkeit hierfür an die Spitze der Marine. Während er 1629 Dünkirchen blockierte, suchten drei feindliche Kaper durchzubrechen. Er verfolgte und nahm sie, wurde aber dabei durch eine Flintenkugel tot niedergestreckt. Er wurde in Delft beigesetzt.