FeedHein (oder Hain)
AllerleiBrockhaus 1882

Hein (oder Hain), in der Formel «Freund Heino eine Bezeichnung des Todes, welche Claudius in die Litteratur einführte, indem er den Ausdruck im ersten und zweiten Teil der «Sämtlichen Werke des Wandsbecker Botenv (1775) in der «Erklärung der Kupfer und Zeichenp»für den dort dargestellten Tod gebraucht. Es ist nicht anzunehmen, daß Claudius den Ausdruck erfunden hat, vielmehr mag ertihn dem Volksmunde entnommen haben, worauf die bezügliche Stelle in seinen Werken und der Umstand hindeutet, daß H. (nach Grimms «Wörterbuche Abkürzung von Heine, einer Koseform von Heinrich) bereits im Mittelalter auch zur Bezeichnung des Teufels diente.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 42Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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