Heinrich von Laufenberg, deutscher Dichter des 15. Jahrh., lebte in Freiburg im Breisgau und später als Angehöriger des Johanniterordens in Straßburg. Er verfaßte zwischen 1415 und 1458 viele geistliche Lieder, die insbesondere der Verherrlichung der Jungfrau Maria gelten, der zu Ehren auch sein Buch von den Figuren» (1441) gedichtet ist, das umfangreichste seiner Werke (25000 Verse), eine Zusammenstellung der für Maria in der christlichen Tradition gebrauchten Bilder. Auf dem lat. Speculum humanae salvationiso beruht sein 1437 entstandener «Spiegel menschlichen Heils» (15 000 Verse). Mehrfach hat er auch weltliche Volkslieder benutzt und in geistlichem Sinne umgedichtet. Seine Lieder sind in Ph. Wackernagels Deutschem Kirchenlied (2 Bde.) herausgegeben.