Heinrich der Teichner, deutscher Dichter, der meist in Wien lebte und zwischen 1350 und 1377 zahlreiche (gegen 700) didaktische Gedichte verfaßte, in denen sich ein ebenso kenntnisreicher, wie das Leben ernst und tief auffassender Mann bekundet. Nur sind sie etwas zu breit und haben durch die Gleichmäßigkeit der Einkleidung (gewöhnlich stellt der Dichter im Eingang sich als einen von jemand über irgend einen Punkt Befragten hin) etwas Monotones. Gleichwohl sind sie für die Kenntnis des Kulturlebens der damaligen Zeit, namentlich der Zustände in Osterreich, von hohem Interesse. Viele snd gedruckt in Docens «Miscellaneen v, in der Brüder Grimm «Altdeutschen Wälderno, in Laßbergs 4Liedersaalo u. s. w. Vgl. Karajan, «über Heinrich den Teichner »(Wien 1855).