Heliopolis, Stadt in Cölesyrien, s. Baalbek. „Helios 5. den Römern mit Solss. d.identifiziert), der Sonnengott, eine alte griech. Gottheit, bei Hesiod ein Sohn des Titanen Hyperion und der Theia, 1K den homerischen Hymnen der Euryphaessa, ist der Führer des mit vier Rossen bespannten Sonnenwagens. Diese Rosse hießen nach Eu⸗⸗ melos Eoos und Athiops, Bronte und Sterope, nach Ovid Pyrois, Cous, Athon und Phlegon. H. fährt täglich vom Okeanos im Osten, wo er nach späterer Dichtung einen Palast den uber den Himmel hin, bis er abends im Westen in das Dunkel hinabtaucht. Von hier bringt ihn ein goldenes Fahrzeug (der Sonnenbecher) in der Nacht nach Osten zurück. übrigens ist H. nicht bloß eine Personifikation der Sonne. Schon bei Homer heißt er auch der Gott, der alles erschaut und hört. Er ist mit Apollo verwandt, doch keineswegs identisch. Oft heißt er bei Spätern Titan und schon bei Homer 61 K . Er wurde in Korinth, Argos, Trözene, Clis u. s. w. verehrt. Sein Hauptsitz aber war Rhodus, wo man ihm jährlich ein Viergespann opferte, das man ins Meer stürzte. Auch war er Mit einem solchen H. kann man das Bild der Sonne mit ihren Flecken sowie die Sonnenfinsternisse ohne Nachteil für die Augen beobachten. Indes ist das Instrument zu genauern Bestimmungen nicht geeignet, und man betrachtet daher die Sonne lieber durch Fernrohre, an welche vor dem Okular ein lichtabsorbierendes Glas, meistens ein farbiges Glas, angebracht wird. Ein solches Glas wird Sonnenglas genannt. In neuerer Zeit hat man statt dieser Gläser eine Kombination von Prismen, an deren Seiten das Licht reflektiert wird, oder auch eine Art Polarisationsapparat mit reflektierenden Spiegeln angewandt und nennt diese Apparate, welche in vorzüglicher Gestalt von Merz in München geliefert werden, ebenfalls und ganz besonders H.