Hermokrätes, Sohn des Hermon, Führer der sog. aristokratischen (oder maßvoll demokratischen) Partei in Syrakus, hatte zuerst im J. 424 v. Chr. die Sikelioten bestimmt, zu Gela einen allgemeinen Frieden zu schließen, durch welchen die Fehde zwischen ihren Städten für einige Zeit beigelegt, namentlich aber die gefährliche Einmischung der Athener in diese Kämpfe gegenstandslos gemacht wurde. Als einige Soral später der große Krieg zwischen Athen und Syrakus ausbrach (415 v. Chr.), hatten die Iahn Demaar dem H., welchem anfangs der radikale Demagoge Athenagoras viele Schwierigkeiten in den Weg legte, den endlichen Sieg über die Athener zu danken. Nach Besiegung der atti-Pelo Streitkräfte auf Sicilien (413) führte H. den Zeloponnesiern, als dieselben im J. 412 v. Chr. die Machtstellung der Athener auf der Westküste Kleinasiens zu erschüttern begannen, eine beträchtliche Unterstützung zu, und bewährte seine Tüchtigkeit auch auf diesem neuen Kriegsschauplatze. Endlich aber erlag auch H. im Febr. 410 in der Schlacht bei Kyzikos dem Alcibiades, und wurde darauf seines Amts entsetzt und verbannt. H. kämpfte dann auf eigene Hand mit Glück gegen die Karthager und fand 407 bei dem Versuch, mit Gewalt in Syrakus einzudringen, den Tod. Seine Tochter wurde 405 die erste Gattin des ältern Dionysios.