Hinckeldey (Karl Ludw. Friedr. von), bekannt als Polizeipräsident von Berlin, geb. 1. Sept. 1805 auf dem Schlosse Sinnershausen bei Wasungen in Sachsen-Meiningen, trat in preuß. Staatsdienst und wurde Regierungsassessor zu Köln, Regierungsrat in Arnsberg und Liegnitz, Oberregierungsrat in Merseburg,‚, 1848 Polizeipräsident zu Berlin. Als solcher erwarb er sich Verdienste um das Armenwesen und um viele gemeinnützige Anstalten Berlins. H. wurde 1853 Generalpolizeidirektor und 1855 als Geh. Oberregierungsrat Dirigent der Abteilung für Polizei im Ministerium des Innern. Bei der herrschenden Partei war er durch rücksichtsloses Einschreiten gegen die Liberalen beliebt. Als er aber auch einen adeligen Spielklub schließen ließ, kam er mit einem Mitglied desselben, einem Herrn von Rochow-Plessow, in Konflikt und wurde von diesem 10. März 1856 in der Jungfernhaide bei Charlottenburg im Duell erschossen.